Sentiero panoramico
Einer der schönsten Wanderwege im Kanton Graubünden
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Der Sentiero Panoramico schlängelt sich auf der Sonnenseite des Bergells durch üppige und abwechslungsreiche Natur von Casaccia nach Soglio. Dabei eröffnen sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die schroffen Dreitausender, die das Bergell von Italien trennen. Er ist im Prinzip einfach zu gehen; die Höhenunterschiede von 414 m aufwärts und 770 m abwärts sind jedoch nicht zu unterschätzen.
Von Casaccia führt der breite Wirtschaftsweg auf der rechten Talseite nach Westen, über die Brücke der Maira und über ebene Wiesen bis zum kleinen See von Löbbia. Nach dem See folgt man der rot-weissen Markierung und erreicht leicht bergab Barga. Danach geht es durch Nadel- und Birkenwälder nach Roticcio. Nun beginnt der Bergwanderweg. Nach einem ersten stürmischen Treffen mit dem Bach Aua da Mulina steigt der Weg kurz an, zuerst über kleine steile Wiesen, dann flacher durch Tannenwälder. Über Vicosoprano öffnet sich eine Aussichtsterrasse, bevor dichte, schattige Wälder zur Alp Durbegia geleiten – einer im Sommer bewarteten Besenbeiz, die Kaffee und Kuchen, frische Getränke und kleine Speisen serviert. Nun ist etwas mehr als die Hälfte des Weges geschafft!
Weiter geht es gut ausgeruht durch zahlreiche Tobel und über kleine Brücken. Etwa beim Fopeta-Bachlauf ist mit 1460 m die höchste Stelle der Wanderung erreicht und es geht wieder bergab. Der Pfad führt durch die Wälder hinab nach Pravis und zu den Ställen von Parlongh. Kurz vor Soglio bietet eine kleine Felsterrasse einen genialen Blick auf das Bondascatal und die Pizzi Badile, Cengalo und Sciora. Und nur wenige Schritte weiter folgt dann der überraschende Kontrast: die grünen Wiesen von Soglio.
Die Wanderung dauert etwa fünf Stunden. Länge: 14.2 km, Schwierigkeit: T2 Bergwandern (feste Schuhe, etwas Trittsicherheit), Kondition: mittel.
Kürzungsmöglichkeiten: Statt ab Casaccia ab Vicosoprano (-1.5 Stunden) oder Vicosoprano Nasciarina (-1 Stunde).
Verlängerungsmöglichkeiten: Ab Maloja (+45 min) oder weiter nach Castasegna (+45 min) oder sogar weiter auf der italienischen Seite bis Savogno (+4 Stunden) und Chiavenna (+1 Stunde). Auf dieser Strecke teilweise Schwierigkeit T3.